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LDEZ - Lernen für die Deutsche und Europäische Zukunft e. V.

Kuratorium Deutscher Schulbuchpreis

Podiumsdiskussion am 20. Juli in Bielefeld

Streitthema Schulsystem: Vergleich der Lernergebnisse

- im gegliederten Schulsystem

- in der Einheitsschule

Referenten:     

Josefine Paul 
schul- u. sportpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion NRW

Prof. Dr. Rainer Dollase 
Professor für pädagogische Psychologie (em.), Univ. Bielefeld

OStR. Peter Silbernagel 
Vorsitzender des Philologenverbands NRW

Regine Schwarzhoff 
Landesvorsitzende des Elternvereins NRW e.V.


Vortrag Regine Schwarzhoff, 

Landesvorsitzende des Elternvereins Nordrhein-Westfalen, Mitglied seit 1989, Mutter von drei Kindern, seit 2001 Jurorin beim Deutschen Hauptschulpreis „Starke Schule“

Unter Rücksicht auf die vielen schon genannten Aspekte der Fragestellung Gegliedertes Schulwesen oder „Gemeinschaftsschule“, wie sie ja jetzt vorzugsweise genannt wird, möchte ich nur ein paar wenige Punkte hinzufügen. Gern würde ich diese besonders der ersten Referentin Frau Paul direkt vortragen und bedauere es außerordentlich, daß sie so früh gegangen ist.

Darüber, daß Investitionen in Bildung immer lohnender als spätere Reparaturmaßnahmen sind, werden wir uns alle schnell einigen können, nehme ich an. Deshalb frage ich mich aber, ob Frau Paul nicht den Vorgaben ihrer politischen Vorgänger zu sehr verhaftet ist, wenn sie so kompromißlos für die flächendeckende Einführung der „Gemeinschaftsschule“ eintritt.

Ihre positive Haltung zu der von der rot-grünen Minderheitsregierung angestrebten Einheitsschule mit eigenen Erfahrungen als Schülerin der bischöflichen katholischen Friedensschule in Münster zu begründen, zeugt zumindest von großer Naivität, denn diese Institution hat bekanntlich eine außerordentliche Sonderrolle in Ausstattung, Umfeld, Schülerauswahl, Führung und Qualifikation, die nicht auf andere Gesamtschulen zu übertragen ist. Erwiesen ist, daß unsere Gesamtschulen gerade die Schülerklientel, um die es den jetzt Regierenden angeblich geht, am schlechtesten unterstützen und fördern, daß dort außerdem auch die stärkeren Schüler zu kurz kommen.

Wir haben eine Schulform, in der wir die angeblichen Segnungen der Gemeinschaftsschule und deren Auswirkungen seit jeher an allen Kindern erproben: die Grundschule. Dort sind alle Kinder gemischt in einer Klasse versammelt und haben reichlich Gelegenheit, gemeinsam, voneinander und miteinander zu lernen. Leider müssen wir jedes Jahr erfahren, daß es Kinder aus weniger bildungsbewußten Familien gibt, die nicht etwa vom Zusammensein mit schneller Lernenden profitieren, sondern dadurch beschämt, entmutigt und demotiviert werden. Diese Beobachtung gibt es flächendeckend in nahezu jeder Grundschulklasse! Leider gibt es sogar mitunter Lehrkräfte, die diesen Effekt noch verstärken, statt ihn abmildern zu helfen.

Weiter gibt es die eindeutige Beobachtung, daß genau diese Kinder in der 5. Klasse aufleben, wenn sie unter ähnlich begabten und interessierten Mitschülern plötzlich die Entdeckung machen, daß sie nicht mehr immer zu den letzten, langsamsten, „dümmsten“ gehören, sondern durchaus etwas leisten. Gerade für diese Kinder ist eine Hauptschule die Rettung, weil sie durch diesen Effekt eine selbstwertschützende Funktion hat. Das ist wissenschaftlich belegt und wird mir zudem bei all meinen häufigen Hauptschulbesuchen geschildert und immer wieder am Elterntelefon des Elternvereins bestätigt. An Einheitsschulmodellen wie der in NRW geplanten oder der Hamburger Primarschule wird diese „Rettung“ der Kinder um kostbare Jahre verschoben, falls sie dann überhaupt noch möglich ist (nicht von ungefähr hat man in Niedersachsen die Orientierungsstufe für die Klassen 5 und 6 vor wenigen Jahren abgeschafft). Hier für Hauptschulen den Begriff „Restschule“ zu verwenden, wie Frau Paul es auch heute getan hat, ist diskriminierend, unwürdig und empörend! Vergleichen wir doch mal die Wahlerfolge einiger „Restparteien“ mit den Schülerquoten unserer Hauptschulen!

Gleichzeitig beobachtet man schon in der Grundschule, wie Kinder, die dauerhaft geistig hungern, in die innere Emigration gehen und trotz besonders guter Begabungslage entweder verhaltensauffällig werden oder Lernbehinderungen entwickeln, unter Umständen beides. Wenn wir heute zunehmendes Analphabetentum beklagen müssen, entstehen diese Defizite ja nicht an der weiterführenden Schule, also durch die sogenannte „Frühselektion“ der Schnellen von den Schwächeren, wie oft vorgegaukelt wird, sondern hier sind schon viel früher die Kulturtechniken nicht zuverlässig vermittelt und gefestigt worden – deutsch lesen und schreiben lernen gehört nun mal in die Grundschule.

Ein weiteres Problem stellt der Umgang mit behinderten Kindern dar: Mit dem Stichwort „Inklusion“ erheben Grüne, Rote und Linke die als selbstverständlich hingestellte Forderung nach Abschaffung der Förderschulen. Wie sollen aber die hochqualifizierten Förderschullehrer, die jeder auf zwei von den sieben verschiedenen Förderschwerpunkten spezialisiert sind, so auf die Regelschulen verteilt werden, daß sie jedem einzelnen Förderschüler die heutzutage gewährleistete, seinem festgestellten Bedarf entsprechende Förderung weiterhin sicherstellen können? Und wer hat denn die Eltern gefragt, ob sie alle ihr betroffenes Kind in die Regelschule geben wollen? Die UN-Konvention, auf die man sich dabei stützt, ist vorrangig an die Staaten gerichtet, in denen es für Behinderte gar keinen Zugang zu Bildung geschweige denn eine Schulpflicht gibt, wie sie in Deutschland seit vielen Jahrzehnten etabliert und durch die außerordentlich differenzierte Qualifikation der Lehrkräfte und der Schulen vorbildlich gesichert wird. Außerdem wurde diese Konvention verfälschend ins Deutsche übertragen – ich vermute, nicht ohne politische Absicht. Entsprechend hält die nicht autorisierte deutsche Fassung, die außer Deutschland noch Liechtenstein, Österreich und die Schweiz anerkannt haben, einem Vergleich mit dem englischen Original nicht stand und wird noch dazu bei uns gezielt fehlinterpretiert. Soviel zur Wahrhaftigkeit unserer Bildungspolitik.

Aber Frau Paul steigerte ihre Schulsystemschelte noch: das „Schulsystem bestimmt den Lebensweg“, habe ich als wörtliche Äußerung notiert. Wo, bitte, leben Sie, Frau Paul, daß Sie noch nie von den Hauptschulabsolventen gehört haben, die anschließend Abitur machen und studieren? Oder von den Realschülern, die ohne jedes Hindernis ins Gymnasium wechseln? Oder von den Handwerksmeistern, die ihr eigener Chef sind und später studierter Diplom-Ingenieur? Der Fleiß, die Motivation und die Einsatzbereitschaft bestimmen den Lebensweg! In unserem Schulsystem kann jeder etwas werden, der sich anstrengt und tüchtig ist. Von den Fertigkeiten, die die Begabteren oder auch die „Überflieger“ erwerben, profitiert hinterher die gesamte Gesellschaft, der ihre Erfindungen, Erfolge und Arbeitsergebnisse zugutekommen. Also lohnt es sich, auch ihnen soviel geistiges Futter zu gönnen und zu vermitteln, wie sie irgend verkraften können.

Gefährlich wird es bei den Plänen der Landesregierung, die eigene Verantwortung einfach an die unteren Instanzen abzuschieben. Mit schönfärbenden Ausdrücken wie „Schulentwicklung vor Ort“, Anpassung an „regionale Gegebenheiten“, kein „Diktat“ der Schulpolitik, sondern „offener Prozeß“ – ich habe sehr gut zugehört – soll dieser Rückzug aus der Verantwortung hübsch verschleiert werden. Gleichzeitig wird mit Einführung der sogenannten „Drittelparität“ in den Schulkonferenzen, also gleicher Stimmenzahl für Lehrkräfte, Eltern und Schüler, die Entscheidungsmacht vor Ort in die Hände derer gelegt, die am leichtesten fehlzuleiten und zu manipulieren sind. Die Lehrkräfte und die Schulleitung sollen die Verantwortung tragen, aber entscheiden sollen mehrheitlich Schüler und Eltern! Bei dem heutigen Engagement auch vieler Eltern, was die Beschaffung von Hintergrundwissen und ausgewogenen Informationen betrifft, eine dramatische Entgleisung – Schule ist nach der Verfassung schließlich immer noch hoheitliche Institution mit staatlichem Bildungsauftrag und Teilnahmepflicht! Hier entlarvt sich das Dilemma dieser Minderheitsregierung, die keinen Wählerauftrag zum Umbau des Schulsystems hat und dieses Ziel dennoch gegen alle Widerstände und sogar gegen die eigene Basis durchsetzen will. Immerhin hat im April 2010, also kurz vor der NRW-Landtagswahl, eine Forsa-Umfrage belegt, daß nicht einmal die erklärten Anhänger der Links-Partei mehrheitlich die Einführung „einer Schule für alle“ befürworten – 57% sind dagegen, die Anhänger der Grünen sprechen sich zu 65% dagegen aus, die der SPD gar zu 71%!

Zum Abschluß sei Ihnen, Frau Paul, auch wenn Sie nicht mehr zuhören, ins Stammbuch geschrieben: „Chancengerechtigkeit“, die Sie hier fordern, besteht längst im vorhandenen System! Wo sie nicht gewährleistet wird, liegt es an Unzulänglichkeiten der Menschen, die an diesem System beteiligt sind, Eltern, Familien, Lehrkräften, Lebensgewohnheiten, kulturellem Hintergrund, ideologischer Verblendung. Daran müssen wir arbeiten und an unserer Sozialpolitik, aber nicht durch eine Zerstörung unserer Schulvielfalt!  


Kritik des Deutschen Philologenverbandes


"So groß war der Lehrermangel noch nie"

Zu Beginn des neuen Schuljahres in einzelnen Bundesländern hat der Deutsche Philologenverband vor einem dramatischen Lehrermangel gewarnt. So groß sei der Mangel in Deutschland noch nie gewesen, sagte der Verbandsvorsitzende Heinz Peter Meidinger. Nach Berechnungen des Verbandes fehlen bis zu 45.000 Lehrer. Meidinger forderte deshalb, auf pensionierte Pädagogen zurückzugreifen.


Laut dem Lehrerverband fehlen allein in den Bereichen Naturwissenschaften und Mathematik bis zu 30.000 Lehrer. So hätten beispielsweise die 300 staatlichen Gymnasien in Bayern 460 Mathematiklehrer für das Schuljahr angefordert, bekommen hätten sie aber nur 180. Vor allem in diesen Fächern sei es "jetzt zwingend notwendig, dass mehr Pensionäre unterrichten", sagte Meidinger. Bereits im vergangenen Jahr waren nach Schätzungen des Verbandes bis zu 10.000 Lehrer an den Schulen im Einsatz, die eigentlich schon in den Ruhestand versetzt worden waren.

Tagesschau Video siehe


http://www.tagesschau.de/inland/lehrermangel104.html


    Finger weg von unseren Schulen !

Stop KOOP 1978

SPD, Grüne und Linke wollen Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien abschaffen und durch „Eine Schule für alle“ ersetzen - eine Einheitsschule als Gesamtschule für alle.

Viele Medien unterstützen die Umgestaltung unseres Schulwesens als etwas Neues.

Wir sind mündige Bürger und sagen NEIN !

Wir lassen uns nicht das Recht auf die Wahl der passenden Schule für unser Kind nehmen.

Kinder haben verschiedene Fähigkeiten. Sie brauchen unterschiedliche Ansprachen und unterschiedliche Lernhilfen, um nach ihren individuellen Fähigkeiten bestens ausgebildet zu werden. Das kann eine Einheitsschule nicht leisten.

Ausführliche Informationen zu dieser Aktion finden Sie unter www.fingerweg2010.de

Hintergrundinformationen zum Thema s. auch www.schulformdebatte.de

Herunterladen der Unterschriftenliste hier.


 

An alle Eltern! 

 

Bitte geben Sie diese Informationen an Grundschuleltern weiter, die zur Zeit entscheiden müssen, zu welcher Schule ihr Kind im Sommer geht. Ausgewogene Information ist die Grundlage für eine gute Entscheidung.

 

Bildung ist keine Ware, die man kaufen und verteilen kann wie Brot oder Äpfel. Bildung ist das Ergebnis einer langen Entwicklung von Lernen. Lernen muß jeder Mensch selbst. Lernen erfordert Einsatz und Anstrengung. Das Gelernte muß vom Gedächtnis geordnet gespeichert werden, offen für lebenslange Ergänzungen und auch für Korrekturen. Dabei geht es um Wissen und um Kompetenzen. Beides ist nötig, beides muß bei Bedarf abrufbar sein. 

Die Ergebnisse dieser Leistungsvergleiche am Ende von Klasse 10:  
Hauptschule - Gesamtschule

Die Gesamtschüler erreichten keinen höheren Wissensstand als die Hauptschüler.  

Realschule - Gesamtschule: 

Die Realschüler erreichten z.B. in Mathematik einen Wissensvorsprung von etwa zwei Schuljahren.  

Gymnasium - Gesamtschule

Der Leistungsvorsprung der Gymnasiasten in Mathematik betrug mehr als zwei Schuljahre.

  • Länger gemeinsam lernen - Hilfe für wen?

    Viele Politiker und Vertreter verschiedener Lehrer- und Elternverbänden fordern, daß die Kinder „länger gemeinsam lernen“, länger als nur die vier Jahre in der Grundschule. Was steckt dahinter? Fordernde sind zum einen diejenigen, für die „Gleichheit“ eines der obersten politischen Ziele ist, die also eine ideologisch begründete Haltung zur Bildung haben. Zum anderen sind es Eltern, die für ihr Kind das Beste wollen, aber sehen, daß es nach 4 Jahren Grundschule wohl kaum in ein Gymnasium wechseln kann. 

Seit den ersten PISA-Schulleistungsvergleichen gilt Finnland als Wunderland der Bildung, weil es als eindeutiger Sieger aus den Untersuchungen hervorging. Es kennt nur eine Schulform, die deshalb als Gesamtschule bezeichnet wird. Die finnische Schule wurde zum Werbemittel der deutschen Gesamtschulbefürworter. Daß das Schlußlicht der PISA-Vergleiche Mexiko auch nur Gesamtschulen hat, blieb und bleibt außer Betracht, ebenso die Gründe, die Finnland zum Erfolg führten.

Die Hauptschule fördert Kinder, die mehr praktisch als theoretisch interessiert sind, denen die Tätigkeiten mit dem Kopf weniger liegen, die deshalb die Menge des Unterrichtsstoffs in der Grundschule nur mühsam und langsam aufnehmen. In der Hauptschule sind die Lernschritte kleiner, die Lernwege anschaulicher, die Lerninhalte praktischer. Dort leben Kinder auf. Sie erleben nicht mehr täglich, daß andere viel schneller sind und mehr wissen. Sie haben hier Lernerfolge, die ihnen in der Grundschule meist versagt geblieben sind. Sie gewinnen Selbstvertrauen und Lernfreude. Die Hauptschule bietet Schutz. Das haben mehrere wissenschaftliche Untersuchungen überzeugend bewiesen.  

Bei der Auswertung der Schülerleistungen in den Bundesländern haben die Schüler von integrierten Gesamtschulen viel schlechter abgeschnitten als die Schüler der Realschulen. Sie liegen in allen drei Test-Fächern um etwa 50 PISA-Punkte unter deren Leistungsniveau. Das bedeutet generell einen Rückstand von einem Lernjahr, und das, obwohl die Schülerschaft der Gesamtschule derjenigen der Realschule nach Anlagen und Herkommen sehr ähnlich ist. 

Der Ruf nach der „einen Schule für alle“ läßt sich mit PISA nicht stützen!

 


Dümmliches Gerede brauchen wir nicht!

Bündnis 90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen müßten uns eigentlich nur noch leidtun: Die schulpolitischen Beschlüsse der Delegierten dieser Partei bei ihrem Parteitag 2009 lassen jedes Gespür für die bildungspolitischen Erfordernisse unserer Gesellschaft vermissen. Sie ignorieren nicht nur alle wissenschaftlichen Untersuchungen, die die Vorteile begabungsgerecht differenzierter Lerngruppen seit Jahrzehnten immer wieder beweisen, sondern auch den Willen der großen Mehrheit der nordrhein-westfälischen Bevölkerung!

Umfragen bestätigen wieder und wieder, daß die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in NRW auf die Leistungsfähigkeit des gegliederten, begabungsgerecht differenzierten Schulsystems vertraut. Unter den Eltern schulpflichtiger Kinder sind es sogar über 80%. Das zeigt der Zusammenschluß etlicher schulformbezogener und schulformunabhängiger Elternverbände im Aktionsbündnis Schule anhand der Zahl der von ihnen vertretenen Mitglieder. Und die Eltern in diesem Bündnis können das beurteilen, denn sie haben Erfahrungen mit ebendiesem System. Das Aktionsbündnis Schule aus Eltern-, Lehrer- und Schulleiterverbänden tritt gemeinsam für unsere differenzierte Schullandschaft ein. Die schlechte Förderung benachteiligter Kinder liegt nicht am Schulsystem, wie selbst die Verantwortlichen für internationale Schulleistungsvergleiche bestätigen, sondern an anderen Faktoren, z.B. am Mangel ausreichender frühkindlicher Betreuung und Förderung.

Pädagogische und schulische Erfordernisse zu ignorieren und in ideologischer Verblendung unsere Schullandschaft gewaltsam und verbohrt gegen alle Vernunft niedermähen und einem Fußballrasen gleichmachen zu wollen, ist unverantwortlich.

Nein zur Abschaffung von Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien! Nein zur Einführung der „Schule der Zukunft“, der Gesamtschule unter neuem Namen! Schulpolitik, die „alle Talente“ erschließen, fördern und entfalten will, sieht anders aus!

Regine Schwarzhoff, 23.03.2009 


Emsdetten – Erfurt – Winnenden – Warum?

Wie kommt der Krieg in die Köpfe - und in die Herzen?

Erschüttert und entsetzt stehen wir vor schrecklichen Gewalttaten wie der jetzt von Winnenden. Wir können uns kaum vorstellen, was die Opfer, ihre Familien und ihre Freunde durchgemacht haben und noch durchmachen. Mit ihnen trauern wir.  

Wie kann es zu solcher seelischen Verödung bei einem so jungen Menschen, zu derartiger Geringschätzung des Lebens kommen, des fremden wie des eigenen? – Diese Frage stellen sich Mütter, Väter, Erzieher, Lehrer, Psychologen, Sozialpädagogen, alle, die mit Kindern und Heranwachsenden zu tun haben. Auch wenn wir die Hintergründe der Tat nur erahnen: es muß sich etwas ändern, und zwar schnell!  

Daß solche Taten immer auch mit gewalthaltigen Computerspielen in Verbindung gebracht werden, kommt nicht von ungefähr – bei allen bekannten Tätern spielten sie eine wesentliche Rolle, auch wenn sie sicher nur einen Teil der vielfältigen Ursachen darstellen. Counterstrike & Co sind eigens dazu entwickelt worden, die Tötungshemmung amerikanischer Soldaten gezielt zu senken und abzubauen. Und so was „spielen“ unsere Kinder! Und so was wird immer wieder öffentlich verharmlost und Bedenken dagegen als Panikmache dargestellt. Sogar die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), eine Bundesbehörde, bezieht nicht Stellung gegen die Gefahren solcher Spiele, sondern verharmlost sie auf unverantwortliche Weise in ihrer Veröffentlichung „Computerspiele(r) verstehen“ von Anfang 2008. Auf unsere Beschwerde darüber beim Bundesinnenministerium im Oktober 2008 erhielten wir die lapidare Antwort, die einen hätten diese und die anderen jene Sicht auf die Dinge, und dem müsse man Rechnung tragen.  

Politiker, zeigt Mut! Setzt endlich Grenzen und helft damit verunsicherten Eltern und Erziehern!

Regine Schwarzhoff, 15. März 2009


Checkliste

zur Beurteilung von Computerspielen

Folgende Fragen helfen ihnen, ein Computerspiel selbst zu beurteilen. Wenn Sie mehrere Fragen mit "Ja" beantworten müssen, dann überlegen Sie genau, was Ihr Kind bei diesem Spiel lernen wird.

1.  Kommen in dem Spiel Personen oder Wesen vor, die andere entwürdigend behandeln?

die anderen ihre Rechte nehmen oder sie aus ihrem Zuhause verjagen?

die anderen ihr Eigentum rauben oder ihr Zuhause zerstören?

2.  Werden in dem Spiel Personen oder Wesen

bedroht und in große Angst versetzt?

absichtlich Schmerzen zugefügt?

gefoltert oder mit Folter bedroht?

Gliedmassen abgehackt?

stranguliert oder wird ihnen das Genick gebrochen?

durch Waffen verletzt?

durch gezielte Kopfschuss getötet oder durch Bomben zerfetzt?

3.  Gibt es in dem Spiel noch andere Beispiele von unmenschlichen und grausamen Handlun­gen? Werden solche Handlungen

als Erfolg bewertet?

als Spaß dargestellt?

mit Anerkennung belohnt?

4.  Fehlen in dem Spiel deutliche und realistische Hinweise auf das Unrecht der grausamen Taten?

auf das Leiden der Personen, denen etwas Grausames angetan wird?

auf Konsequenzen, mit denen die Täter zur Verantwortung gezogen werden?

5.  Fehlen in dem Spiel gewaltfreie Lösungsmöglichkeiten?

Fehlen Anregungen für Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und soziale Verantwortung?

Fehlen Beispiele, bei denen das Verhindern

von Gewalt als Leistung anerkannt wird?

6.  Wäre Ihr Kind bei diesem Computerspiel selbst die Person, die anderen etwas Bösartiges und Grausames antut und damit Erfolg hat? 

 



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Grundschulratgeber

Mein Kind kommt in die Schule

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lohnt sich !

Sie können dazu beitragen


Offener Brief an 
Frau Ministerin Sommer

Kopfnoten

Die ersten Erfahrungen mit den Kopfnoten bestätigen leider unsere Befürchtung, daß sich die in den Ausbildungsordnungen vorgenommene Aufteilung von Arbeitsverhalten und Sozialverhalten in Teilbereiche als wenig hilfreich erweist.


Überzogen!

Endlich ist Bildung ein Thema für die Medien, die Öffentlichkeit und die Politiker! Und schon reagiert wieder alles überzogen!

Natürlich brauchen wir die öffentliche Diskussion um die Qualität unserer Schulen und ihrer Arbeit, aber bitte nicht so!

Haben wir denn immer noch nicht begriffen, daß wir unsere Kinder in den vergangenen Jahrzehnten nicht zu hart angefaßt, sondern viel zu sehr verwöhnt haben? Daß wir ihnen wichtige Bestandteile einer qualifizierten Bildung vorenthalten haben?

Und nun das Geschrei um Überlastung der „Kleinen“ durch G8 und um die „Zumutung“ von Kopfnoten. Dabei sind Kopfnoten nicht Noten für den Kopf, sondern sie heißen so, weil sie im Kopf des Zeugnisbogens stehen (bzw. standen). Und sie helfen den Kindern und Jugendlichen, Regeln einzuhalten und sich so die entscheidenden Voraussetzungen für das soziale Miteinander anzueignen. Außerdem helfen sie manchem Zuverlässigen, der nicht so tolle Fachnoten hat, trotzdem einen Ausbildungsplatz zu bekommen. 

Und dann G8: die Forderung, Lehrpläne zu entrüm­peln, die man aus vielerlei Richtungen hört, kann für Nordrhein-Westfalen nicht gemeint sein. Wir haben nur noch „Kernlehrpläne“, die kaum noch ein Gerippe dessen darstellen, was man einen Lehrplan nennt. Konkrete Inhalte, die verbindlich mit den Schülern zu erarbeiten sind, enthalten sie zu wenig, sondern vor­rangig Angaben zu „Kompetenzen“, die zu erwerben sind. Also kann es bei uns nicht ums Entrümpeln gehen, sondern genau ums Gegenteil: Fleisch an die Knochen, Frau Ministerin Sommer! Es wird Zeit, daß auch Wissen in Form verbindlicher Lerninhalte fest­gelegt wird, damit eine Vergleichbarkeit von Schule zu Schule und damit die Mobilität der Familien mit Schulkindern halbwegs gesichert ist.

Auch die Frage, welches Wissen vorgesehen werden soll, ist leicht zu beantworten: In Zeiten immer kurzlebigeren Wissens muß es Wissen ohne Verfalls­datum, also klassisches Wissen sein, das den Kindern die Welt erschließen und ihre Erlebnisse und Erfah­rungen sortieren hilft. Lange genug sind unsere Schulen jedem „neuen“ Trend hinterhergelaufen – nun gilt es zurückzukommen auf einen soliden Boden!

Regine Schwarzhoff


Schüler-Amok

Robert, Sebastian, Pekka-Eric, Robin, Rolf, Namen, die für Schrecken stehen, für Entsetzen und Erschütterung. San Diego, Minneapolis und Tuusula sind weit weg, Erfurt, Coburg, Emsdetten, Kaarst, Köln, Schwelm nicht! Kinder laufen Amok, überall, auch bei uns. Wir können nicht länger wegsehen!

Die Geringschätzung, ja Mißachtung des Lebens anderer - und des eigenen! – macht extreme Angst, denn sie ist unmenschlich. Warum sind Jugendliche heute bereit, Leben so leichtfertig aufs Spiel zu setzen? Wie entsteht diese Gefühlskälte, diese Distanz oder Unfähigkeit zum Menschlichsein? Und wie sicher ist mein Kind? Diese Frage müssen alle Eltern sich heute stellen. Weiter . . . 


Elternverein NRW in der "Wirtschaftswoche 44/2007"

Wie die Schulen unsere Jungs verdummen

Mehr Hilfestellung für "Emmas" Opfer - Benachteiligung der Jungen an Deutschlands Schulen wird zum echten Standortnachteil

Keine Unterrichtsstunde vergeht, an der die Lehrerin nicht an dem Jungen herumkrittelt und ihn vor der Klasse bloßstellt. Obwohl Dirk, so die Eltern, sich anstrengt, hagelt es schlechte Noten für ihn. Die Eltern haben Angst, sich gegen die alltägliche Schikane ihres Sohnes zu wehren. Sie fürchten, dass die Schule dann ihre Drohung, Dirk auf eine Sonderschule für schwer erziehbare Kinder zu schicken, wahr macht. 
Solche Beschwerden verzweifelter Väter und Mütter häufen sich, berichtet Regine Schwarzhoff, Vorsitzende des Elternvereins Nordrhein-Westfalen. Fast immer sind Jungen betroffen, und fast immer sind Lehrerinnen in den Konflikt verstrickt. Schwarzhoff weiß von Schulen, wo Eltern regelrecht darum betteln, dass ihre Söhne von einem der wenigen Lehrer unterrichtet werden. „Das hat es früher in dieser Dimension nicht gegeben.“ 

ELTERN – SCHULE – JUGENDAMT – POLIZEI:

Gewaltprävention Hand in Hand

P  r  e  s  s  e  m  i  t  t  e  i  l  u  n  g

Gewaltprävention Hand in Hand mit Eltern!

 

Bei der diesjährigen Landesversammlung des Elternvereins NRW, die am Wochenende in Recklinghausen stattfand, stand das aktuelle Thema "Gewaltprävention Hand in Hand" im Mittelpunkt. Erst kürzlich ist der gemeinsame Runderlaß von 5 nordrhein-westfälischen Ministerien (Innen, Schule, Generationen, Soziales und Justiz) vom 31.08.2007 veröffentlicht worden, der die Zusammenarbeit von Schule, Jugendamt und Polizei vor Ort zur Pflicht macht und damit nicht auf einhellige Zustimmung stieß.

 


„Schubladen“ – gibt es verschiedene Menschenkategorien?

Der ewige Schulpolitikstreit bleibt uns wohl erhalten. Angesichts der mangelhaften Leistungen unserer Schulen muß es im Sinne der jetzigen Schüler zu allererst um eine Sicherstellung und Verbesserung des Unterrichts gehen. Aber aus gewissen Politikerkreisen wird wieder laut nach Strukturveränderungen geschrien.

Entlarvend sind die Begriffe, die in diesem Dauerdisput benutzt werden:

„Einsortieren“ in „Schubladen“, „Selektion“ bzw. „Frühselektion“, „Restschule“, „Aufsteigen“, „Absteigen“, „höhere“/„niedrigere“ Schullaufbahn... Bestimmt die besuchte Schulform den Wert eines Menschen?!

Menschen sind nun mal unterschiedlich, jeder ist ein „Unikat“, Gott sei Dank. Und jeder hat seine Eigenheiten, seine speziellen Stärken und Schwächen.

Aber ist irgendein Mensch berechtigt, andere Menschen als „geringer“, also minderwertig abzuklassifizieren, weil sie z.B. „nur“ zur Hauptschule gehen? Mit welchem Recht wird diese Schule diffamiert, die gerade besonders intensiv genau die Begabungen und Stärken ihrer Schülerinnen und Schüler fördert, die an anderen Schulen ständig von Mißerfolgserlebnissen belastet würden? Es gibt so viele hervorragende Beispiele für die gute Arbeit an Hauptschulen (siehe www.hauptschulpreis.ghst.de). Davon kann so manche Gesamtschule, Realschule und manches Gymnasium viel lernen!

Was ist „höher“ an einer intellektuellen Begabung? Was ist „geringer“ an einer praktischen oder handwerklichen Begabung?

Mit welchem Recht, meine Damen und Herren Bildungspolitiker, sprechen Sie von Menschen in solchen Kategorien? Das ist unethisch und menschenverachtend!

Mai 2007  Regine Schwarzhoff  

Lesen Sie auch:

Eine Schule für alle     PISA-Schlaglichter     Gesamtschule ungeschminkt


Rauchverbot an unseren Schulen ! ! !

Das Schulgesetz verbietet grundsätzlich das Rauchen auf dem Schulgrundstück in Verbindung mit schulischen Veranstaltungen (§ 54 Abs. 5). Das allgemeine Rauchverbot bedeutet, daß in den Schulgebäuden zu Zeiten von Unterricht und schulischen Veranstaltungen von niemandem geraucht werden darf. 

Das Verbot betrifft nicht nur ältere Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrerinnen und Lehrer, Sozialarbeiter, Erzieher, Auszubildende und Hausmeister. Es gilt auch für Pflegschaftssitzungen, denn auch diese sind schulische Veranstaltungen. 

"Erziehung beginnt mit Selbsterziehung. Wenn wir als Erziehende glaubwürdig sein wollen, müssen wir das vorleben, was wir in der Erziehung fordern. Ein gutes Vorbild bewirkt mehr als tausend gute Worte! 

Regine Schwarzhoff
Vorsitzende des Elternvereins NRW e. V.


Aktionsbündnis Schule gegründet.

Aktionsbündnis gegen Zerschlagung unserer Schulen!
Lehrer- und Elternorganisationen sorgen sich um die Zukunft unserer Kinder und sagen weiterem Qualitätsabbau den Kampf an

Hintergrundinformationen

Gründungserklärung

Widerstand gegen Qualitätsabbau

Keine Einheitsschule


Deutscher Elternverein e.V.

"Klassisch schreiben"

Der Elternverein NRW e. V. unterstützt den Aufruf zur Unterschriftenaktion.

Der Deutsche Elternverein will erreichen, dass an den Schulen wieder
die klassische Rechtschreibung zugelassen wird. Alle Erlasse sollen
zurückgezogen werden, die ein Anstreichen der alten Rechtschreibung
als fehlerhaft vorsehen.


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Telefon
(02 01) 26 83 26
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Postadresse
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Stand: 13. August 2010